Quicksilver: Es lebt!

June 11th, 2009

Mit großer Freude habe ich gerade bemerkt, dass in das Quicksilver-Projekt, das seit einiger Zeit schon Open Source ist, wieder Leben gekommen ist. Die momentanen Snapshots der Anwendung sind zwar in einem recht wackeligen Zustand — wie es beim Label “Alpha” ja auch zu erwarten ist — aber es ist zumindest schön zu sehen, dass sich wieder etwas tut und fleißig committed wird.

Siehe auch: alles was je auf 43 Folders zu Quicksilver geschrieben wurde.

Stattoo als Inbox Zero Hack

March 31st, 2009

Inbox Zero

Bild 1.png Seit einiger Zeit praktiziere ich nun schon mit mehr oder weniger großem Erfolg Inbox Zero.
Kurze Zusammenfassung: Wenn du deine Mail checkst, musst du sie auch verarbeiten. Verarbeiten bedeutet nicht zwingend “Beantworten”, sondern nur die Mail Aktionen zuzuordnen und diese dann auszuführen, z.B. “Löschen”, “Weiterleiten”, “Archivieren” oder eben “Beantworten”. Sobald E-Mail auf ein paar simple Vokabeln eingedampft sind, wirkt eine volle Inbox gar nicht mehr so einschüchternd, ist in wenigen Minuten abgearbeitet und idealer Weise leistest du dir dann sogar mal den Luxus, den Mail-Client für eine Weile auszuschalten. Klingt peinlich offensichtlich, konsequent durchgeführt ist es aber ungemein effektiv.

Misstrauische Blicke

Das Problem ist nun aber, dass viele Leute Mail wie Instant Messenger verwenden. Sie schicken eine E-Mail los und wenn ich ihnen dann ein paar Minuten später begegne, fragen sie, was ich denn von dieser Mail halte, die ich noch gar nicht gesehen habe. Da zu sagen “Was für eine Mail? Ich checke meine Inbox nur zweimal am Tag.” kann subtil gefährlich sein.

Le Hack

Das Dilemma ist klar: einerseits will ich mich nicht ständig um meine E-Mails kümmern müssen, damit ich mich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren kann, andererseits sollte ich trotzdem immer einen Überblick darüber haben, was gerade in meiner Inbox los ist, auf dass ich auch morgen noch einen Job habe.
Nun ist also wieslige Cheaterei gefragt. Und diese manifestiert sich in Panic’s fantastischer — wenn auch inzwischen etwas angestaubter — Anwendung Stattoo. Stattoo ist ein schmaler horizontaler Streifen auf dem Desktop, auf dem mehrere kleine Kapseln platziert werden können. Diese Kapseln können unterschiedliche Informationen beinhalten, zum Beispiel das Datum, RSS-Feeds oder eben Postfächer.
Auf meinem Desktop tummelt sich während der Arbeitszeit eine einsame kleine Kapsel, die sich regelmäßig per IMAP in meinen Arbeits-Account einwählt und den Inhalt meiner Inbox anzeigt. Es gibt kein Geräusch, keine rote Markierung mit obskuren Zahlen, nur die letzten drei ungelesenen E-Mails. Wann immer ich einen Augenblick Zeit habe, werfe ich einen Blick auf Stattoo um zu sehen, ob es sich lohnt, in nächster Zeit Mail anzuwerfen.
So besteht eine klare Trennung. Stattoo ist dazu da, um nach neuer Post zu suchen. Mail ist dazu da, wirklich mit den E-Mails zu arbeiten. Natürlich ist das nur ein psychologischer Trick, denn im Grunde mache ich nichts anderes, als Mail zu öffnen und meine E-Mails schlicht nicht zu verarbeiten, aber es fühlt sich trotzdem einfach besser an.

Ist sonst noch jemand dem Inbox Zero Hype erlegen? Was macht ihr, um mit euren E-Mails klarzukommen, euch weniger darum zu kümmern und trotzdem ein gutes Gewissen zu haben?

Neues Theme

March 29th, 2009

Und also geschah es, dass www.damot.org sich in ein neues Gewand kleidete.

Wollte mal etwas mit Foto im Hintergrund und Transparenzen und ein paar CSS 3-Spielereien machen.

Das Theme setzt auf Kubrick auf, wurde auf Basis von Blueprint gestyled und hat abgerundete Ecken, mit freundlicher Unterstützung von CSS 3.

Das Ding ist heute Morgen nach dem ursprünglichen Geistesblitz mit viel Vollgas in knapp einer Stunde umgesetzt worden, es kann also noch Bugs enthalten. Wenn irgendwem etwas auffällt, feedet back!

Außerdem kategorisiere ich gerade alle Posts neu, das kann aber noch eine Weile dauern. *seufz*

Basecamp und Newsfire: Crazy delicious

March 29th, 2009

Und noch eine Basecamp-Geschichte.

Ein sehr schönes Feature von Basecamp ist das Dashboard, auf dem die fünf letzten Aktionen aus kürzlich bearbeiteten Projekten angezeigt werden.
Mein Problem ist nun aber, dass wir zu jedem Zeitpunkt gut ein halbes Dutzend aktive Projekte haben, so dass sich immer wieder etwas ändert. Das führt dazu, dass jemand zum Beispiel eine Nachricht in Projekt 1 schreibt, die für mich wahnsinnig wichtig wäre. Dann werden aber in zwei anderen Projekten To-dos abgehakt, so dass die Nachricht im Dashboard nach unten rutscht und damit aus den Augen, aus dem Sinn ist.

Szenenwechsel zu einem anderen Krisenherd: meine ewige Suche nach dem optimalen Newsreader.

Mit Newsfire verbindet mich eine intime Hassliebe. Newsfire ist überaus hübsch anzuschauen, von der Usability her aber gerade für Menschen mit vielen Feeds nur eingeschränkt gut zu gebrauchen.

Basecamp bietet nun diverse RSS-Feeds an. Zu jedem Projekt gibt es einen Feed, der die Änderungen in dem Projekt dokumentiert. Außerdem gibt es einen globalen Feed, der alle Änderungen in allen Projekten festhält.

Da kam mir der Gedanke, Newsfire allein dafür zu benutzen, den globalen Feed der Firma zu abonnieren und so automatisch über Änderungen in allen Projekten benachrichtigt zu werden. Die letzten paar Tage über funktioniert das auch ganz wunderbar.

Also, Basecamp + schlanker Feedreader = crazy delicious!

✔ Arbeit - Bessere ToDos

March 17th, 2009

Seit einiger Zeit benutzen wir in der Firma das ebenso unvermeidliche wie unvergleichliche Basecamp von 37signals um unsere Projekte ein bisschen zentraler zu organisieren. Vom Prinzip her ist das auch eine sehr gelungene Einrichtung um festzuhalten, wer was wann für welches Projekt zu tun hat.

Doch — ach! — es ist nicht alles Gold, was für rund 925$ in New York gehandelt wird. Mit unschöner Regelmäßigkeit tauchen auf den Task-Listen solche Punkte auf:

  • XSL
  • Google Analytics
  • Anzeige

Das Problem ist klar, oder? Das sind keine Aufgaben; es sind Sachen, Nomen, Dingwörter.

Was soll ich mit “XSL” anfangen? Soll ich es verabscheuen? Kein Problem.

Google Analytics? Soll ich das entwickeln? Gibt es doch aber schon. Ach so, in die Seite einbinden soll ich das.

Und wen soll ich bitte anzeigen?

Sicher, mein Standpunkt ist kleinkariert. Natürlich weiß ich, was mit diesen Punkten gemeint ist. Das gehört zum Job.

Gleichzeitig bin ich der Meinung, dass einzelne Wörter als Aufgaben unzulässig sein sollten. Wenn das hier eine Brainstorming-Session wäre und wir Begriffe an die Wand kleben sollten, kein Ding. Aber eine Liste mit Aufgaben sollte im Idealfall so selbsterklärend sein, dass ich einem Menschen mit einigermaßen ausreichender Vorkenntnis die Liste vorlegen könnte und er sofort wüsste, was zu tun ist.

So was wie

  • Designentwurf per XSL umsetzen
  • Google Analytics einrichten / in Seite einbinden
  • Anzeige schalten

eignet sich eher als ToDo.

Jetzt muss ich es nur noch meinem Chef beibringen. Mal wieder.