Ruckartig fährst du aus deinem Schlaf auf. Dein Bett, es ist nass von deinem Schweiß. Du schmeckst das Salz auf deinen Lippen. Dein Atem geht schnell, geht schwer.
Wovon hast du geträumt? Was hat dich so in Aufregung versetzt? Es will dir nicht mehr einfallen. Du weißt, dass es der selbe Traum war, den du schon seit Monaten hast. Nur dich an den Traum zu erinnern, das will dir nicht gelingen.
Du weißt, dass du beobachtet wirst, als du aus deinem Bett steigst. Überall um dich herum, winzige Augen, alle beobachten sie nur dich. Jede Bewegung. Nichts wird dem Zufall überlassen, denn in diesen Tagen bist du unersetzlich.
Mit einem Knopf öffnest du das Fenster in deiner Kabine. Selbstverständlich ist es kein echtes Fenster. Dich nur durch eine Glasschicht vom Vakuum des Raumes zu trennen wäre töricht. Aber die Projektion ist so täuschend echt, dass du dich in ihr zu verlieren vermagst.
Die Sterne dort draußen stehen dicht an dicht. Du weißt, was du siehst. Zehntausend Sterne, winzige Sterne, gigantische Sterne, Sterne aus Metall. Eine Milliarde Menschen, wartend.
Die größte Flotte in der Geschichte der Menschheit. Eine ganze Generation, die unterschiedlichsten Welten, einst zerstritten, nun vereint unter deinem Banner.
Eine Milliarde, bereit dir zu folgen, bis zu jenem schicksalhaften Punkt, an dem ihr die Fundamente der Welt, aller Welten, niederreißt. Jener Punkt, an dem ihr das Universum, die Kulisse in diesem finsteren Schauspiel, in Stücke schlagt. Das Experiment, welches entscheidet, ob die Schöpfung bestehen wird oder alles Sein endet.
Seit einiger Zeit schon bietet Kicktipp eine Lösung an, mit der Kunden mit “Profirunden” ihre Tipprunde per Javascript in ihre Seite einbinden können. Mehr als ein einziges Script-Tag ist nicht nötig und schon erscheint die Tipprunde auf einer beliebigen Seite.
Nun bekamen wir Klagen zu hören, dass Sonderzeichen auf bestimmten Seiten nicht korrekt angezeigt würden. Während der Testphase war das Problem nicht aufgetreten, doch nun zeigte sich uns der Kampf zwischen ISO und UTF mit all seinen unmenschlichen Folgen.
Das Setup war folgendes: Der Server liefert seinen Output generell in UTF-8. Auf Seiten des Kunden kann die Einbindung jedoch sowohl in ISO- als auch UTF-Seiten erfolgen. Auf Seiten, die in UTF-8 kodiert waren, war die Darstellung nun im Eimer. Es gab jedoch eine Stelle im Code, an der sämtlicher Output generell in ISO umgewandelt wurde. Dieser Code musste nun leider seinen Hut nehmen.
Jetzt wurde zwar der Content in UTF-Seiten und ISO-Seite vernünftig angezeigt, jedoch konnten nun Formulare, die von ISO-Seiten aus abgeschickt wurden, nicht richtig interpretiert werden. Hier hilft das schöne Formularattribut “accept-charset” weiter. Diesem gibt man als Wert einen Zeichensatz mit, werden die Daten in diesem Zeichensatz verschickt, egal wie die Seite selber kodiert ist.
<form action="xyz" method="POST" accept-charset="utf-8"></form>
Doch ach, der IE! IE6 spielt das Spiel leider nicht mit. Doch hierfür gibt es einen neckischen Workaround. Einige Browser unterstützen die Funktion, ein Formularfeld namens “_charset_” mit dem verwendeten Zeichensatz zu füllen. Wir haben also allen Formularen ein Hidden-Feld mitgegeben, das das Attribut name=”charset” hat. Und wenn dann der Server sieht, dass ihm der IE6 Formulardaten im _charset_ ISO geschickt hat, wandelt er sie vorher schnell in UTF um.
<input type="hidden" name="_charset_" value="" />
Ganz einfach, was? Hat auch nur 6 Stunden gedauert.
Tausende Schiffe hingen in der Luft, im Zaum gehalten nur von den noch immer verschlossenen Toren zur Außenwelt. Wilde Stürme verwüsteten den Boden, verursacht von den Triebwerken der wartenden Raumer.
Ismael starrte gebannt auf das Tor vor ihm, die Finger fest um das Steuer gelegt. Er war sich dessen nicht bewusst, aber seine zitternde Kehle summte leise bebend die Melodie eines alten Liedes, das er einmal als Kind in der Schule gehört hatte. Es war eine traurige Melodie, in der Leid und Verlust mitschwangen, die vom Ende einer Liebe erzählte ebenso wie vom Ende eines Lebens.
Ismael ließ die HANNA sanft ein wenig fallen, schob sich hinter einige weitere Schiffe, versuchte sich zu verstecken.
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Ismael und Thomas saßen mehrere Stunden beisammen, warteten auf die Ergebnisse Ismaels neurologischer Tests, verzögert durch die immer wieder eintreffenden Opfer des Bombardements, und redeten.
Thomas hatte Ismael kurz nach seinem Erwachen gefragt, wer Hanna sei. Anscheinend hatte er in seinen Träumen laut gesprochen, immer wieder ihren Namen gerufen.
Und so erzählte Ismael dem Apachen alles. Wie sie sich einst, damals noch Kinder, begegnet waren, beide Waisen. Ismael hatte seine Eltern nie gekannt, war bereits seit frühester Kindheit im Waisenhaus aufgewachsen. Hanna, ein Jahr jünger als er, hatte ihre Eltern an ihrem fünften Geburtstag verloren und war kurz darauf ins Heim gekommen.
Ismael war beim besten Willen nicht der stärkste Junge im Heim gewesen, aber als er gesehen hatte, wie dieses kleine Mädchen, schüchtern zwischen dem ihr wild ins Gesicht hängenden blonden Haar hervor guckend, durch die Gänge geführt wurde, wie es so verloren wirkte in dieser Welt, die ihm schon vertraut war, da wusste er, dass er für sie da sein musste.
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Byron war kein Arzt. Niemand konnte von ihm erwarten, all die Fachbegriffe, die ihm um die Ohren gehauen wurden, zu verstehen oder wenigstens zu behalten. Er nickte freundlich, brummte ein paar Male zustimmend, wenn die behandelnde Ärztin ihn während ihrer Vorträge anblickte und hoffte einfach, dass ihm die seltsame, mit einer zähen gelblichen Masse angefüllte Form in seinem Mund, wirklich helfen würde. Bisher spürte er nicht viel, außer dem brennenden Gefühl, das die gelbe Masse in seinem geschundenen Kiefer verursachte.
Tanya, die lange Zeit abseits gestanden und die Krankenstation beobachtet hatte, trat zu ihm. Mit aller Kraft verzog Byron seine Miene so, dass die Frau ihm seine Schmerzen hoffentlich nicht anmerkte. Er bemühte sich um ein Lächeln, welches durch die Ansammlung von Metall in seinem Mund tragisch verunglückte.
“Bie Ärpfin pfagt —”, versuchte er ein Gespräch zu beginnen, Tanya von der heroischen Bezwingung seiner Pein zu überzeugen, doch auch das wollte ihm nicht gelingen. Er klang eher, als habe er ein Stück Metall in seinem Mund. Er brachte ein kurzes, schief klingendes Lachen hervor.
Die Ärztin, eine gewisse Doktor Nigham, wandte sich Tanya zu. “Keine Sorge, ihm wird es bald wieder gut gehen. Die Schiene in Herrn of Cherokees Mund sorgt jetzt erst einmal für die nötige Stabilität, während die Paste dafür sorgt, dass die Wunden desinfiziert werden und die Brüche beginnen, sich zu schließen. In einer Stunde etwa werde ich dann damit beginnen können, die ausgeschlagenen Zähne wieder einzusetzen.” Alle drei blickten gleichzeitig auf eine kleine weiße Schale auf einem neben dem Bett stehenden Gerätewagen, in der sechs inzwischen nur noch leicht blutige Zähne lagen. “In zwei Stunden sollte er wieder in Ordnung sein. Ein paar Tage keine allzu feste Nahrung, und die Zähne sind wie neu.”
Byron traute der Ärztin nicht. Ihre Stimme war zittrig, ihr Blick riss sich immer wieder von Tanya los und wanderte durch den Raum, so als suchte sie irgendwas, einen Fluchtweg vielleicht, oder auch nur einen erfahreneren Arzt, der ihr sagte, was zu tun war.
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