NOVA - Teil 4: Im Zentrum - Kapitel 7

Logbuch Lieutenant Sarah James, Erster Offizier der ARK NOVA.
Tag 6139.

Vor sechs Stunden hat Admiral Schinoffer ein Shuttle ausgesandt, um die Anomalie zu untersuchen und sie unter Umständen sogar zu durchfliegen. Nachdem das Shuttle mehrere Messungen auf kurze Entfernung durchgeführt hatte, setzte es sich plötzlich ohne Zutun der Besatzung in Bewegung. Obwohl Captain Grazfeld mit voller Leistung Gegenschub gab, wurde es durch den Riss in den Raum auf der anderen Seite gezogen. Seitdem erhielten wir kein weiteres Lebenszeichen von dem Shuttle.
Vor einer halben Stunde tauchte es unvermittelt wieder auf und flog direkten Kurs auf die NOVA. Auf unsere Rufe gab es keinerlei Reaktion. Der Admiral ließ das Shuttle daraufhin in Iso-Hangar 2 schleppen, wo es zur Zeit noch steht.
Was auch immer dem Shuttle und seiner Crew widerfahren ist, es muss schnell und ohne Gegenwehr geschehen sein. Die Hülle des Bootes ist unbeschädigt. Nicht ein Kratzer. Auch keine übermäßigen Ablagerungen von Lu-Partikeln. Also kann der Riss zumindest nicht in den Hyperraum führen.
Als wir das Shuttle öffnen ließen, war es menschenleer. Kein Mitglied der Crew war noch an Bord, weder lebend noch tot. Sie sind einfach verschwunden, allesamt. Es gibt auch keinerlei Spuren eines Kampfes im Innenraum.
Das Einzige, was die Sicherheitstrupps entdeckt haben, ist eine schwarze Masse, ein etwa einen Meter durchmessender Klumpen. Die Substanz ist tiefschwarz und matt. Es reflektiert keinerlei Licht. Es ist wie ein schwarzes Loch, das einfach so im Raum steht. Der Admiral will im Hangar eine Forschungsstation errichten, um das Zeug näher unter die Lupe zu nehmen.
Wenn ich mir den Kommentar erlauben darf, ich habe große Angst. Was auch immer dieses Ding ist, wir sollten es zurück durch den Riss schicken und ihn kollabieren lassen. Das behagt mir alles überhaupt nicht.
Alarm im Iso-Hangar 2! Ich… ich muss los!

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