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Review: Cloverfield

Erinnert ihr euch? Irgendwo, in Parks, auf Messen, irgendwo stehen immer diese Rides. Kleine Kabinen, in die zwanzig, dreißig Menschen gepfercht werden. Die Kabine wackelt in alle Richtungen, während auf einem großen Bildschirm eine lachhaft dünne Story als Ausrede dafür dient, den Passagieren einen abenteuerlichen Flug zu simulieren.
Machen wir es kurz. Die Charaktere in Cloverfield haben so viel Tiefgang wie eine Untertasse. Die Story lässt sich herunterbrechen auf “Die müssen da hin um die eine zu retten”, ohne dabei großartige Storyelemente auszulassen. Außerdem sorgt die konsequente Shaky Cam dafür, dass sich bereits nach ein paar Minuten ein bleibendes Gefühl der Übelkeit einstellt.
Aber all das ist am Ende scheißegal. Es gibt so unheimlich viele kleine Ungereimtheiten, die den Film objektiv betrachtet absurd machen würden. Wäre da nicht der Umstand, dass wir verdammt noch mal live dabei sind, während ein gigantisches Monster New York verwüstet. Gerade durch dieses Gefühl des Unwohlseins verstärkt sich sogar die Bedrückung, das Gefühl der Panik. Wir wollen da weg, wollen, dass es aufhört. Und gleichzeitig könnte das Grauen ewig weitergehen.
Dann ist da das Monster, erst ein flüchtiger Schemen, der in der Ferne und doch bedrohlich nah durch die Straßen Manhattans zieht und wilde, mörderische Parasiten von sich abschüttelt, später ein monumentaler Bote des Todes, aus der Nähe wie aus der Ferne nie richtig zu definieren. Wir sehen seinen Leib und können es doch nicht beschreiben. Es ist nicht einfach nur “eine riesige Echse”, es ist ein echtes Monster, grausam und undefinierbar.
In dem Moment, als der Film endete, war da dieses Gefühl, zwei, drei Stunden durchlebt zu haben. Es war rund eine Stunde. Da war dieses Gefühl der Niedergeschlagenheit ob der gewaltigen Zerstörung und die Trauer über das kleine Leid der einzelnen Menschen.
Cloverfield bietet keine Story, keine geschliffenen Charaktere. Cloverfield bietet einen Ride, und zwar einen verdammt heftigen!

1 response to “Review: Cloverfield”

  1. #1. borsti on February 24th, 2008 at 7:30 pm

    Ich will den Film auch endlich sehen! Und vor allem im Kino! Ich hoffe das klappt noch irgendwie.

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