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Die kleine Frau im Telefon

Es folgt ein Lobgesang auf ein Produkt der Deutschen Telekom. Hat man ja auch nicht allzu oft.
Nachdem vor Kurzem mein Motorola Razr angefangen hat, die Aufnahme und das Halten von Elektrizität zu verweigern, musste ein neues Telefon her. Da stach mir das Nokia 6288 mit NaviGate ins Auge. Und da es auch schon wieder Zeit war, den Vertrag zu verlängern, griff ich beherzt zu. Denn erst einmal lockte mich die Vorstellung, ein Navigationsgerät zu besitzen. Hinzu kam, dass auch ich inzwischen die Erkenntnis gewonnen hatte, dass den Interface-Designern bei Motorola mindestens eine Gehirnhälfte abhanden gekommen sein muss, denn solch ein unbrauchbares, verworrenes und schlicht hässliches User-Interface kann kein gesunder Mensch entwickeln.

Nun, ich muss sagen, ich bin begeistert. Zwar fühlt sich das Gerät von der Verarbeitung her relativ billig an, dafür sieht es hübsch aus und die Menüführung ist — wenn auch nicht perfekt — zumindest logisch nachvollziehbar und verständlich.
Und während das separate GPS-Modul fröhlich auf dem Armaturenbrett herum blinkt, lotst die kleine Frau im Telefon mich mit unaufgeregter Stimme gekonnt über Feld und Flur, nahezu punktgenau auf so ziemlich jedes Ziel.
Gelegentliche Ungenauigkeiten kommen auch vor, so hätte sie mich gestern um ein Haar genau am Düsseldorfer OBI vorbei gelenkt, aber dafür ermöglichte sie mir vorige Woche noch eine Punktlandung vor dem Haus meines Vaters und führte und am darauf folgenden Tag zu einem guten Dutzend Adressen in Düsseldorf.
Was die laufenden Kosten angeht, so ist es sicherlich schlauer, sich direkt ein echtes Navigationsgerät zuzulegen, wenn man täglich oder gar noch öfter auf das Gerät angewiesen ist. Doch wer nur gelegentlich mal orientierungslos ist, macht mit dem Teil eigentlich nichts falsch.

Oh, und ich kann endlich wieder Zeilenumbrüche in SMS machen. Warum das bei dem Razr nicht funktionieren wollte, will mir bis heute nicht in den Kopf.

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