KHAAAN!!! (oder: DSL-Nicht-Beschaffung und Zirkusvolk)
Ich meine, jetzt mal im Ernst. Wie schwer kann das denn sein?
Das ganze Kabel-Gewusel ist so angeschlossen, wie es die unzähligen Beipackzettel mir suggerieren wollen. Telefon und Anrufbeantworter tun auch das, was sie sollen. Ja, der Router zeigt mir sogar an, dass er einen DSL-Anschluss gefunden hat. Doch ach, da beginnt das Problem auch schon. Denn anstatt nun fröhlich Anmeldeversuche in Richtung des Netzes zu feuern, blinken die Lampen nur träge alle paar Sekunden einmal. Was mir dem Handbuch nach zu urteilen mitteilen will, dass der Router überhaupt keine Verbindung zu T-Online herstellen kann. Aberaberaber es ist doch alles da!
Somit wird sich nun heute der vierte Tag seinem Ende nähern, an dem der Haushalt meiner Mutter zwar DSL hat, aber es nicht nutzen kann. Sehr schön.
Immerhin (immerhin!!!) wird der Auftrag nun aber schon von zwei Personen bearbeitet. Neben der inzwischen abgeschlossenen Anschlussumstellung durch einen Innendienstmitarbeiter befindet sich nun meine Reklamation in den fähigen Händen eines “Spezialisten”.
Apropos Spezialisten, einen solchen für PR bräuchten dringend die Leute von dem Wanderzirkus, der anscheinend eine Woche lang hier im Ort gastiert hat. Woher ich das weiß? Na ja, nicht von den Plakaten, die nirgendwo aushingen. Vielmehr weiß ich davon nur von dem abgerissen aussehenden Mann, der vor einigen Tagen bei uns geklingelt und mich um eine Spende für die armen hungernden Tiere gebeten hat, sowie von der leicht aggressiv wirkenden Frau, die gestern zuallererst ein kleines, traurig dreinblickendes Mädchen vor sich geschoben hat und dann von mir wissen wollte, ob ich ein Herz und eine Spende für sie hätte.
Erstens: Habe! Ich! Nicht! Schon gar nicht, wenn du mir den Hungertod von klein Esmeralda in die Schuhe schieben willst.
Zweitens: Wenn die einzige Werbung für euren Zirkus darin besteht, dass ihr von Haus zu Haus zieht und Spenden verlangt dürft ihr euch auch nicht wundern, wenn die Leute dann keine Lust mehr haben, euch auch noch Eintritt zu zahlen.
Ich könnte nun auch noch so paranoid sein und den Mangel an DSL einem Fluch zurechnen, den die böse guckende Dame mir vermutlich auferlegt hat, aber zum Glück bin ich immer noch Anhänger eines konstanten Raum-Zeit-Gefüges. Zumindest diesen Sommer noch.